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Kuh kollidiert bei Weidewechsel mit geparktem Fahrzeug – wer haftet für den entstandenen Sachschaden?

Das Landgericht Koblenz hat mit Urteil vom 18.09.2020 (Az.: 13 S 45/19) entschieden, dass ein Landwirt haftet, nachdem seine Kühe beim Wechseln einer Weide ein am Feldweg geparktes Auto beschädigten. Aufgrund der erheblichen Sorgfaltspflichtverletzung ist der Beklagte im Rahmen der Tierhalterhaftung schadensersatzpflichtig.

Sachverhalt

Der Ehemann der Klägerin stellte beim Besuch einer Baustelle sein Auto auf einem angrenzenden Feldweg ab. Auf einer anliegenden Weide grasten die zum landwirtschaftlichen Betrieb des Beklagten gehörenden Kühe, als der Beklagte beschloss, die Kühe auf eine andere Weide zu treiben. Ein Zeuge wies den Landwirt darauf hin, dass der Ehemann der Klägerin in wenigen Minuten zurück sei und das Fahrzeug umparken könne. Andernfalls verbliebe für die Kühe nur ein enger Weg zwischen dem streitgegenständlichen Auto und der Baustelle. Der Beklagte wartete nicht ab, sondern führte die Kühe am streitgegenständlichen Fahrzeug vorbei. Dabei stand er mit dem Rücken zum PKW. Die Klägerin behauptet, dass bei dem Weidewechsel eine Kuh mit ihrem Fahrzeug kollidiert sei und einen Sachschaden verursacht habe. Sie verlangt die Erstattung der Reparaturkosten. Der Beklagte behauptet, er habe das klägerische Fahrzeug abgeschirmt, sodass ihm keine Sorgfaltspflichtverletzung vorgeworfen werden könne.

Entscheidung des Gerichts

Erstinstanzlich wurde der Beklagte zur Zahlung der Reparaturkosten verurteilt. Die hiergegen eingelegte Berufung erachtete das LG Koblenz im Wesentlichen für unbegründet. Ein Schadensersatzanspruch der Klägerin ist gegeben. Laut Sachverständigengutachten wurde der am Auto entstandene Sachschaden durch den Zusammenstoß mit einer Kuh hervorgerufen. Zudem bestätigte ein zum Unfallzeitpunkt anwesender Zeuge, dass das Auto zuvor keine Delle aufwies und nach dem Weidewechsel Tierhaare an dem Fahrzeug hafteten.

Das Gericht entschied, dass der Beklagte als Tierhalter seine im Verkehr erforderliche Sorgfaltspflicht verletzt hat und infolgedessen die nötigen Reparaturkosten zu erstatten hat.

Sorgfaltspflicht des Tierhalters

Als Tierhalter obliegt es dem Beklagten, die im Verkehr erforderliche Sorgfaltspflicht zu wahren. Sowohl die vorgetragenen Zeugenaussagen, als auch das Gutachten des gerichtlich bestellten Sachverständigen führten zu dem Schluss, dass der Sachschaden durch die Kollision einer dem Beklagten gehörenden Kuh mit dem Fahrzeug hervorgerufen wurde. Zudem widerspricht eine anderweitige Entstehung des Sachschadens jeder Lebenswahrscheinlichkeit. Der Beklagte hat seine ihm als Tierhalter auferlegte Sorgfaltspflicht verletzt und kann mithin keinen Entlastungsbeweis vorbringen. Der Beklagte wurde vor Schadenseintritt von dem Zeugen explizit darauf hingewiesen, dass der Ehemann der Klägerin in wenigen Minuten zurückkehren würde und das Auto umsetzten könnte. Um die im Verkehr erforderliche Sorgfalt zu wahren und dem sich durch die Tiergefahr realisierenden Schaden vorzubeugen, wäre dem Beklagten ein Abwarten zumutbar gewesen. Ferner war ohne Weiteres ersichtlich, dass der Weidewechsel aufgrund der Engstelle zwischen PKW und Baustelle riskant war. Nach Ansicht des Gerichts ist es zudem unerheblich, dass das der Ehemann der Klägerin das streitgegenständliche Fahrzeug verbotswidrig am Feldweg abgestellte. Das Verschulden des beklagten Landwirtes überwiegt vorliegend, so das LG Koblenz.

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