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Widerruf Kreditkartenvertrag

Jetzt kaufen, später zahlen. Mit diesem Modell bewerben Banken wie die Barclays Bank, die Hanseatic Bank, die Advanzia Bank oder die Santander ihr einträgliches Kreditkartengeschäft. Sogenannte "echte Kreditkartenkredite", bei denen der Umsatz auf der Kreditkarte nicht am Monatsende vom Girokonto des Kunden eingezogen, sondern in kleinen Raten zu astronomischen Zinsen abgestottert wird, stellen für Verbraucher eine gefährliche Schuldenfalle dar. Die Verbraucherzentrale NRW warnt bereits seit Jahren vor solchen Darlehen. Wurde ein solcher Kreditkartenvertrag dennoch geschlossen, kann sich eine Prüfung der Vertragsunterlagen lohnen. Oftmals können aufgrund unzureichender Vertragsklauseln hohe Beträge zurückverlangt werden.

Das Geschäft mit den Kreditkarten

Das Geschäft mit Kreditkartenverträgen ohne monatliche Rückzahlungspflicht (sog. "echte Kreditkartenkredite") floriert. Im Juli 2021 schuldeten deutsche Verbraucher Banken 3,98 Milliarden Euro1 aufgrund von Kreditkartenverträgen, bei denen die Umsätze nicht vollständig zurückgezahlt, sondern zu hohen Zinsen abgestottert werden. Das für solche Kredite ohnehin bereits hohe Zinsniveau, das nach Angaben der Deutschen Bundesbank in den letzten 10 Jahren zwischen 14,5 % und 15,5 %2 Effektivzins (p.a.) lag, wird von Banken vielfach noch übertroffen. Die Barclaycard nimmt aktuell Effektivzinsen von 18,99 %3. Die luxemburgische Advanzia Bank verlangt effektiv sogar 19,44 %4 im Jahr.

Die Kreditkarten werden mit oftmals hohen Kreditrahmen ausgegeben, auch wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse einen derart hohen Kreditrahmen eigentlich nicht zulassen. Die Vertragsschlüsse erfolgen oftmals beiläufig durch Vertriebsprofis an Flughäfen oder in Shopping Malls. Die Banken spekulieren dabei darauf, dass die Kunden die Kredite möglichst hoch in Anspruch nehmen und diese sodann über Jahre zu den astronomischen Zinsen abstottern. Nach wenigen Jahren hat die Bank den Kredit bereits durch die bloßen Zinszahlung amortisiert. Die Kunden haben aber bis dahin oftmals nur Zinsen geleistet und schulden den Banken noch die Rückzahlung des vollen Kreditbetrages, auf den sie weiter die hohen Zinsen leisten müssen. Dieses Modell ist eine gefährliche Schuldenfalle. Die Verbraucherzentrale NRW warnt Verbraucher bereits seit Jahren vor derartigen Krediten.

Neue Entscheidung des EuGH kann Ausweg bieten

Der Europäischen Gerichtshofs hat in einer aktuellen Entscheidung vom 09.09.2021 zu einem Autokredit entschieden, dass Banken sehr umfangreiche Informationspflichten erfüllen müssen. Die deutschen Banken sind dem in der Regel nicht nachgekommen. In der medialen Auseinandersetzung zu dieser Entscheidung bleibt oftmals unerwähnt, dass das Gesetz nicht zwischen Autokrediten und Kreditkartenkrediten unterscheidet. Beide Kredite sind nach dem Gesetz sog. Allgemein-Verbraucherdarlehen und unterliegen den gleichen gesetzlichen Vorgaben. Die Entscheidung des EuGH findet daher unmittelbar auch Anwendung auf Kreditkartenkredite.  Gerade für Verbraucher, die einen Kreditkartenvertrag mit exorbitanten Zinsen abgeschlossen und seit Jahren diese Zinsen gezahlt haben, kann der Widerruf des Kreditkartenvertrags einen Ausweg aus dieser Schuldenfalle darstellen.

Gängige Kreditkartenverträge unzureichend - Widerruf möglich

Aufgrund der aktuellen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist davon auszugehen, dass die Mehrzahl der in Deutschland seit dem 10.06.2010 abgeschlossenen Kreditkartenverträge keine ausreichenden Informationen enthalten, die der strengen Rechtsprechung des EuGH genügen. Die Verträge sind daher oftmals auch Jahre nach dem Vertragsschluss noch widerrufbar.

Verbraucher können auf Zinsrückerstattungen hoffen 

Verbraucher, die ihren Kreditkartenvertrag seit Jahren zu exorbitanten Zinsen abstottern, können auf hohe Zinsrückerstattungen hoffen, wenn sie ihren Kreditkartenvertrag widerrufen. Denn bei einem Widerruf hat die Bank nur einen Anspruch auf eine marktübliche Verzinsung. Die Zinsen bei echten Kreditkartenkrediten lagen oftmals weit über diesem Zins. In einigen Konstellationen kann die Bank sogar dazu verpflichtet sein, alle Zinsen zurückzuerstatten. Mit diesem Rückzahlungsanspruch können Bankkunden im Wege der Aufrechnung gegen den Rückzahlungsanspruch der Bank einen Ausweg aus der Schuldenfalle finden.

Keine Verjährung der Rückabwicklungsansprüche

Ein weiterer großer Vorteil des Widerrufs liegt darin, dass die Rückzahlungsansprüche des Bankkunden erst mit dem Widerruf entstehen und damit erst mit Ablauf des dritten Jahres, nachdem der Widerruf erklärt wurde, verjähren. Erklärt ein Verbraucher bspw. im Jahr 2021 seinen Widerruf, kann er seine Ansprüche noch bis zum 31.12.2024 geltend machen, selbst wenn die Zahlung an die Bank Jahre zurückliegt.

Betroffene Verbraucher sollten daher dringend ihre Verträge einer qualifizierten rechtlichen Prüfung unterziehen. Wir bieten in diesem Thema eine kostenlose Erstberatung durch einen Fachanwalt für Bankrecht.

1Abgerufen von der Webseite der Deutschen Bundesbank am 11.09.2021

2Abgerufen von der Webseite der Deutschen Bundesbank am 11.09.2021

3Abgerufen von der Webseite der Barclays Bank am 11.09.2021

4Abgerufen von der Webseite der Advanzia Bank am 11.09.2021

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David Stader
Fachanwalt für Bankrecht

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